Serverseitige Scripte haben ein nerviges Problem: Man kann sie nicht im Debugger anhalten oder sehen. Kein Breakpoint, kein Data Viewer, kein Schritt für Schritt. Läuft etwas schief, sitzt man da und tippt sich im schlimmsten Fall durch eine ganze Kette von Sub-Scripts, schleift Rückgabewerte über Script-Ergebnis und Parameter durch und versucht irgendwie an die Variableninhalte zu kommen, die an genau dieser einen Stelle wichtig waren. Irgendwann war ich zu faul dafür. Und Faulheit ist bekanntlich die Mutter eleganter Lösungen. Die Idee: FileMaker kann aus jedem Script heraus eine Mail verschicken, serverseitig per SMTP, ganz ohne Client. Also schicke ich mir den Zustand einfach selbst zu. Gefundene Treffermengen, Variableninhalte, Zwischenergebnisse, genau an der relevanten Stelle direkt ins Postfach. Kein Durchschleifen, kein Rückgabewert-Tetris. Im Betreff der Script-Name plus Zeitstempel, im Body die Werte, die mich interessieren. Damit habe ich pro Lauf eine durchsuchbare, sortierbare Spur, quasi ein Logfile, das sich selbst zustellt. Bei mehreren Scripts, die parallel oder hintereinander laufen, sehe ich sofort, welches wann wo stand, ohne mir vorher eine aufwändige Logging-Tabelle gebaut zu haben.
Ist es elegant? Nein. Funktioniert es? Absolut. Und manchmal ist die schnell hingebaute Lösung genau die, die einem den Nachmittag rettet. Ein paar Dinge, die man trotzdem im Kopf behalten sollte: In Schleifen nicht pro Durchlauf eine Mail rausjagen, sondern Werte sammeln und am Ende einmal senden, sonst bremst man das Script aus oder flutet das eigene Postfach. Keine echten Kundendaten in die Debug-Mails packen. Und am Ende nicht vergessen das ganze wieder zu entfernen.