Die Evolution einer Kanban-Ansicht in FileMaker: Vom GET zum POST

In der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Arbeitsprozessen und deren Darstellung in FileMaker ergibt sich oft die Notwendigkeit, bestehende Lösungen zu optimieren und an neue Anforderungen anzupassen. Genau dieser Gedanke begleitete die Entwicklung der Kanban-Ansicht, die sich ursprünglich auf GET-Parameter zur Datenübertragung stützte, nun aber auf POST umgestellt wurde. Ein scheinbar kleiner Wechsel, der jedoch große Auswirkungen hat – sowohl auf die Performance als auch auf die Flexibilität der Anwendung. Der wichtigste Aspekt, alle weiteren Daten die der Kunde jetzt in noch in den Kacheln sehen möchte, kann ich ohne Probleme übertragen. Ob 100 oder nur 50 Aufgaben. Das System benötigt keinerlei Vorfilterung innerhalb von FileMaker.

Ursprünglich wurde die Kanban-Ansicht über eine URL-basierte GET-Abfrage mit Daten versorgt. Die Vorteile lagen auf der Hand: einfache Implementierung, transparente Debugging-Möglichkeiten und eine schnelle Integration in den bestehenden Webviewer von FileMaker. Doch mit wachsendem Datenvolumen und steigenden Anforderungen an die übertragene Information stieß diese Methode an ihre Grenzen. Die maximale URL-Länge wurde zu einem Problem, und die Strukturierung komplexer Daten – insbesondere in Bezug auf Statusfarben, Aufträge und historische Änderungen – wurde zunehmend unübersichtlich.

Die logische Konsequenz war der Wechsel auf eine POST-Übertragung, die nicht nur größere Datenmengen bewältigen kann, sondern auch eine flexiblere Handhabung ermöglicht. Dabei stellte sich heraus, dass die Umstellung zwar in der Theorie simpel erschien, in der Praxis aber einige Herausforderungen mit sich brachte. FileMaker musste so konfiguriert werden, dass die Daten nicht mehr direkt als URL-Parameter übergeben wurden, sondern als strukturierte POST-Daten in die Webanwendung flossen. Das bedeutete, dass die gesamte Datenkette angepasst werden musste – von der Generierung der Werte in FileMaker über die Verarbeitung in PHP bis hin zur Darstellung im Webviewer.

Nach einigen Anpassungen und Tests zeigte sich schnell: Die POST-Methode brachte nicht nur eine sauberere und robustere Datenübertragung mit sich, sondern auch eine spürbare Verbesserung der Ladegeschwindigkeit. Während GET oft dazu führte, dass die URL unnötig aufgebläht wurde, ermöglicht POST eine strukturierte und sichere Übermittlung, die auch größere Datensätze problemlos verarbeitet. Gerade im Kontext eines Kanban-Boards mit zahlreichen Aufgaben, Statusänderungen und Nutzerinteraktionen ist das ein entscheidender Vorteil.

Ein besonders interessanter Nebeneffekt der Umstellung war die Vereinfachung der Datenstruktur. Während bei der GET-Variante viele Variablen direkt in der URL codiert und dekodiert werden mussten, erlaubt die POST-Methode eine klarere Trennung zwischen Client und Server. Die Farbmarkierungen, Statushistorien und Task-IDs ließen sich nun effizienter verarbeiten, und die Fehlersuche gestaltete sich deutlich angenehmer. Zudem eröffnete sich durch die Umstellung die Möglichkeit, noch weitere Daten ohne zusätzliche URL-Komplikationen zu übertragen – ein Schritt, der langfristig gesehen weitere Optimierungen ermöglichen wird.

Rückblickend zeigt diese Anpassung einmal mehr, wie wichtig es ist, Prozesse stetig zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Was gestern noch gut funktionierte, kann heute durch eine andere Herangehensweise erheblich verbessert werden. Die Migration von GET zu POST mag auf den ersten Blick nur eine technische Feinheit sein, doch in der Praxis trägt sie entscheidend zu einer performanten und skalierbaren Lösung bei. Die Kanban-Ansicht in FileMaker ist damit nicht nur flexibler, sondern auch zukunftssicherer geworden – und das ist letztlich das Ziel jeder guten Softwareentwicklung.

Der eigentliche Vorgang innerhalb von FileMaker ist klar. Sammeln der Daten per Schleife unter Beachtung der spezifischen Vorstellungen und Kundenwünsche. Das eigentlich interessante Prozedere, der Befehl aus URL einfügen.

Bildschirmfoto 2025-02-23 um 18.29.34. Bildschirmfoto 2025-02-23 um 18.30.30. Angabe der URL mit dem Ziel der aufgerufenen PHP-Datei. Bildschirmfoto 2025-02-23 um 18.31.11. Die cURL Eintragungen. Bildschirmfoto 2025-02-23 um 18.32.24. Das Endergebnis. Durch viele Tests etwas durcheinander. Grundsätzliche Farbmuster zum erkennen der im Zusammenhang stehende Aufgaben und auf der linken Seite der Kacheln befindet sich ein Farbmuster das den Verlauf durch die verschiedenen Status-Änderungen zeigt.